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KZ Langenstein-Zwieberge

Zwischen Blankenburg und Halberstadt liegt das landwirtschaftlich geprägt Langenstein. Ein Ort, gelegen an der B81, mit einer langen Geschichte. Schon eine bronzezeitliche Besiedlung der Region ist nachgewiesen. Im frühen Mittelalter stand auf dem „Langen Stein, einem Höhenzug der dem Ort seinen Namen gab, eine Burg. Davon sind nur noch Ruinen erhalten. Nur die zugehörigen Felswohnungen existieren heute noch und sind ein Touristenmagnet ( siehe meinem Beitrag „Die Höhlenwohnungen von Langenstein“). Später erhielt der Ort ein Schloss und einen Landschaftspark. Aber dann, 1944 gegen Ende des 2.Weltkriegs, begann für Langenstein ein rabenschwarzes Kapitel Geschichte.

Als Zweiglager des KZ Buchenwald wurde im April 1944 begonnen, das KZ Langenstein-Zwieberge zu errichten. 2km außerhalb des Ortes, auf dem Gelände eines Gasthauses entstand ein 13 ha großes KZ. Zweck dieses Lagers war es 2000 KZ-Häftlinge unterzubringen, die in die benachbarten Thekenberge ein unterirdisches Stollen- und Hallensystem bauen sollten. In dieser Produktionsstätte, gehauen in Hartsandstein, sollten neuentwickelte Flugzeuge und Raketen gebaut werden. Darunter die legendäre Wunderwaffe n V2, die den „Endsieg“ sichern sollten. Diesem Ziel wurde alles untergeordnet. Es wurden ständig mehr KZ-Häftlinge nach Langenstein verbracht. Ihre Zahl stieg bis auf rund 5.000, obwohl das Lager nur für 2.000 Häftlinge geplant war. Entsprechend der Überbelegung waren die hygienischen Bedingungen im Lager und so erklärt sich auch ein Teil der hohen Sterblichkeit. Gemäß Unterlagen der SS waren insgesamt (von April 1944 - Mai 1945) etwa 7.000 Häftlinge aus mindestens 23 Ländern untergebracht, wovon 1875 um Leben gekommen sind.

Die Häftlinge waren in 7 Kategorien eingeteilt, die neben ihrer Häftlingsnummer durch entsprechende farbliche Dreiecke gekennzeichnet waren: Politische Gefangene (Feinde des Reiches), Berufsverbrecher, Juden, Asoziale, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und Zigeuner. Die Häftlinge wurden zu unmenschlichen Anstrengungen getrieben. Auf Leben und Gesundheit wurde keine Rücksicht genommen. Nur so ist es nachvollziehbar, wie in nur einem Jahr 13 km unterirdische Stollen und Werkhallen in den Berg getrieben werden konnten. Um das Stollensystem mit einer Sohlenbreite von 8,5m und einer Höhe von 8m in das Hartsandsteinmassiv zu treiben, mussten 175.000qm Gestein von Hand gebrochen und auf Halden abtransportiert werden. Neben dem eigentlichen Hauptlager gab es noch ein Sonderlager, über welches sehr wenig bekannt ist. Dort sollen, laut gefundener Unterlagen, 935 Häftlinge unter erheblich besseren Bedingungen untergebracht gewesen sein. Diese Häftlinge waren ausgewählte Techniker, die für die Junkerswerke Flugzeugmotoren montierten.

Das unterirdische Stollensystem sowie die darin geplanten Fertigungsstätten wurden nie Fertig gestellt. Im April 1945 näherten sich von Osten und Westen die alliierten Truppen. Am 09.April startete in Langenstein daher ein Evakuierungsmarsch, der als „Todesmarsch“ in die Geschichte einging. Etwa 3.000 marschfähige Häftlinge marschierten bis zum 16.April 1945 bis nach Sandersleben, auf unterschiedlichen Strecken, immer entlang des Harzrandes. Bei diesem Marsch kamen ca. 2.500 Gefangene um . Sie starben an Schwäche oder Krankheiten oder aber, sie wurden von dem brutalen Bewachern erschlagen, erstochen oder erschossen. Nur etwa 500 Häftlinge überlebten diesen Marsch. Am 11.April 1945 wurde das KZ Langestein durch das US-Militär befreit. Vorgefunden wurden etwa 1.500 nicht marschfähige Gefangene, wovon ein großer Teil schon gestorben war. Genaue Zahlen gibt es nicht.

Am 11.September 1949 wurde an dem Ort der Massengräber ein Mahnmal sowie eine Gedenkstätte errichtet. Seit 1976 gibt es auf dem Gelände des ehemaligen KZ ein Museum. Nach der Widervereinigung wurde das Gelände, das Museum und die Dauerausstellung komplett überarbeitet und 2001 eingeweiht. Auch die „Todeskiefer“ die Hinrichtungsort für viele Häftlinge war, ist als Zeugnis, Mahnmal und Symbol erhalten geblieben.
Link zu Google-Map: http://maps.google.de/

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2008

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