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Der Georgenhof in Blankenburg

Der heilige Georg zählt zu den 14 Nothelfern. Er ist Schutzpatron verschiedener Länder, Adelsfamilien, Städte, Ritterorden und Kirchen. Er soll im 3. Jahrhundert im antiken Kleinasien gelebt haben. Georg soll zu Beginn der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian (284-305) gestorben sein. Seit dem frühen Mittelalter wird er als Märtyrer verehrt, obwohl alle Angaben zu seiner Person sehr ungewiss sind. Mit den Kreuzzügen im Hochmittelalter kam dann die Legende von Georg als Drachentöter auf und fand schnell Verbreitung.

Blankenburg bekam am 12. Februar 1212 von Graf Siegfried von Blankenburg ein Hospital, das den heiligen Georg als Schutzpatron erhielt. Es war zur Zeit der Kreuzzüge gute Sitte, dass die Landesherren solche Hospitäler stifteten und sie zur Versorgung mit reichem Landbesitz ausstatteten. Für Blankenburg wird davon ausgegangen, dass bereits vor der Stiftung des Georgenhofes ein Hospital gegeben hat. In der Gründungsurkunde gab Graf Siegfried an „das Hospital von neuem zu erbauen“. Das ursprüngliche Hospital, das die ersten hundert Jahre zum Kloster Michaelstein gehörte, wird auf dessen Gelände vermutet (im heutigen Klostergarten). Das Hospital wurde mit umfangreichem Landbesitz ausgestattet: in Eilenstedt, Dedeleben, Aderstedt, Timmenrode und Börnecke.

Nachdem die katholische Kirche das Privileg der Klöster auf Hospitäler Anfang des 14.Jahrhunderts gelockert hatte, verlegte Graf Heinrich von Blankenburg im Jahr 1318 das Hospital von Kloster Michaelstein vor die Stadttore (auf dem Platz des ehemaligen Bahnhofshotels), dass Hospital wurde zur Stiftung. Seit wann das Hospital den Namen Georgenhof führte ist allerdings nicht belegt, denn im Mittelalter war der Heilige Georg wohl der Schutzheilige aller Hospitäler.

Im 18. Jahrhundert genügte die alte Kapelle den Ansprüchen nicht mehr. Daher beauftragte die Stiftung den Braunschweiger Hofbaumeister Hermann Korb mit dem Neubau der Lutherkirche als Hospitalkapelle, die zwischen 1715 - 1717 erbaut wurde.

In der Zeit von 1735 - 1737 wurden von dem Baumeister Joachim Eimbrod die beiden Flügel des Hauptgebäudes der Kapelle angefügt. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die schadhaft gewordene Fachwerk-Außenwand der Kapelle entlang der Herzogstraße abgerissen und durch eine Sandsteinmauer ersetzt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche mehrfach verändert und erweitert, bis zu ihrer heutigen Gestalt.
Es folgte eine wechselvolle Geschichte des Georgenhofes. Besonders zu erwähnen ist, dass sich die Lutherkirche in der Zeit des Nationalsozialismus zu einem Hort des kirchlichen Widerstandes gegen das NS-Regime wurde. Nach dem Krieg wurde wenig für den Erhalt des Georgenhofes getan – er verfiel Zusehens. Nach der Wiedervereinigung wurde der Georgenhof an die Stiftung zurückgegeben. Im Laufe von über 20 Jahren wurde der gesamte Gebäudebestand Schritt für Schritt rekonstruiert und saniert.

Auf eine bauliche Besonderheit, die einmalig ist in Mitteleuropa soll abschließend noch hingewiesen werden: Gegenüber der Kirche an der Herzogstraße schließt an der Ostseite ein langgezogenes Stallgebäude den Georgenhof. Im 18. Jahrhundert war es üblich, das die Bewohner des Hospitals ihre in den oberen Stockwerken gelegenen Zimmer mit Holzöfen heizten. Das Brennmaterial für die Öfen lagerte unter dem Dach. Blitzeinschläge in die Gebäude des Georgenhofes in den Jahren 1778 und 1783 (die ohne schwerwiegende Folgen blieben) veranlassten das Stiftungskonsortium in Wolfenbüttel an der Ostseite des Hofes eine Stallungsanlage zu erbauen, um das Brennholz dort zu lagern. Obwohl einfache Holzverschläge ausreichend gewesen wären wurde eine aufwändige etwa 70 m lange Reihe von Holzställen mit Ziegeldach errichtet.

"Heute gehört der Georgenhof der Stiftung St. Georgenhof zu Blankenburg. Diese ist eine selbständige kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts und wird durch einen ehrenamtlichen Stiftungsvorstand eigenverantwortlich verwaltet. Die Stiftung erhält das spätbarocke historische Baudenkmal Georgenhof und macht es für gemeinnützige soziale und kirchliche Zwecke zu günstigen Bedingungen verfügbar. Zur Deckung der Kosten für die Rekonstruktion, Erhaltung und Unterhaltung der Gebäude erhebt die Stiftung eine Miete, die für gemeinnützige Nutzer unter den sonst üblichen Sätzen liegt."(www.stiftung-georgenhof.de)

Zur Zeit sind auf dem Georgenhof folgende Einrichtungen:

  • Schuldnerberatungsstelle des Diakonischen Werks

  • Jugendzentrum der Propstei Bad Harzburg

  • Ev.-luth. Kirchengemeinde Blankenburg (Lutherkirche, u.a.)

  • Kinder- und Altenarbeit

  • Frauenzentrum der Ev. Frauenhilfe

  • Regionaldiakon der Propstei Bad Harzburg

  • kirchliche Buchungsstelle

  • Begegnungsstätte Georgsklause mit Dritte-Welt-Lädchen auf Spendenbasis

  • Denkmalschutzarchitekturbüro

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2014

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Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal
Ein Abriss durch die Geschichte deutschen Erfindertums

mit biographischen Passagen sowie einigen Kommentaren und Einlassungen,
die hoffentlich zum Nachsinnen anregen
Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal

„Vergraben ist in ewiger Nacht der Erfinder großer Name zu oft. Was ihr Geist grübelnd entdeckte, nutzen wir; aber belohnt Ehre sie auch?“
Friedrich Gottlieb Klopstock (um 1760)


Der Autor Bernd Sternal (* 1956) ist gelernter Werkzeugmacher und Flugzeug-mechaniker sowie Dipl.-Ing. für Maschinenbau und Technologie. Er arbeitete als Manager in verschiedenen Branchen, war als Unternehmer, freiberuflicher Ingenieur und als Technologieberater tätig und er ist freier Erfinder mit zahlreichen nationalen und internationalen Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern. Seit 2006 ist er als Publizist und Autor tätig geworden. Mit dem Buch möchte er eine Brücke für Erfinder schlagen, sie aber auch aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpfen lassen. Auch möchte er einer breiten Leserschaft über das Erfindertum berichten, damit die Gesellschaft nicht vergisst, woher unser deutscher Wohlstand kommt und wie er zu erhalten ist. Denn erfolgreiche Erfinder sind auch Superstars, wenn auch fast immer im Verborgenen. Auch möchte er mit seinem Werk den Entschei-dungsträgern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft einen Spiegel vorhalten. Und letztendlich hat er versucht, hoffentlich intelligente und machbare Vorschläge aufzuzeigen, um dem Erfindertum in Deutschland wieder den Stellenwert einzuräumen, den es verdient – eine Spitzenposition.
Buchauszüge hier >>> www.deutschland-kein-erfinderland.de