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Freistaat Schauen

Schauen ist eine kleine Ortschaft bei Osterwieck und gehört heute zur Verwaltungsgemeinschaft Osterwieck-Fallstein.

Schauen liegt zwar seit der Wiedervereinigung in der Mitte von Deutschland, da es aber abseits aller wichtigen Verkehrsanbindungen liegt, führt es bis heute ein Dornröschendasein. Seine schwärzeste Zeit erlebt der Ort wohl in der DDR, wo es unmittelbar am Grenzgebiet lag.

Dabei kann Schauen auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Zwar wurde der Ort erstmals 973 urkundlich erwähnt, die Geschichte dieser Siedlung beginnt aber viel früher. Schon der Name „Schauen“ deutet auf eine Namensgebung hin, die von Onomastikern vor das Jahr 200 verlegt wird. Es gilt als unstrittig, dass diese Siedlung schon in vorchristlicher Zeit bestanden hat und wahrscheinlich Standort einer Fluchtburg war. Darauf deuten zahlreiche vorgeschichtliche Grabstätten hin, endgültige Beweise konnten aber bisher nicht erbracht werden. Gleiches gilt für die eigentliche Ortsgründung, die den Sachsen zugeschrieben wird.

Im Mittelalter war Schauen in häufig wechselndem Besitz zahlreicher Adelsfamilien wie: Herren von Aschauen, Herren von Schauen, Herren von Kotze, Grafen von Stolberg, Herren von Weberling, Herren von Münchhausen usw. Im Dreißigjährigen Krieg musste der Ort sehr leiden, er wurde besetzt, geplündert und gebrandschatzt. Nach dem Westfälischen Frieden 1648 wurde Schauen dann an die Herzöge von Braunschweig übertragen. Herzog Christian Ludwig schenkte den Ort 1670 dem Grafen von Waldeck. Man sagt, der Herzog habe die ständigen Streitigkeiten mit Osterwieck satt gehabt.

Um 1689 begann für das beschauliche, landwirtschaftlich geprägte Schauen, ein neuer Zeitanschnitt, der deutsche Geschichte schreiben sollte. Der Kammerpräsident des Fürstentums Hannover, Geheimrat Otto Grote, kaufte es vom Fürst von Waldeck. Für 48.000 Taler soll der Geheimrat Grote Schauen gekauft haben, incl. Unterstützung des Fürsten für ein ganz delikates Gnadengesuchs beim Kaiser. Der fürstliche Beamte Grote wollte eine Standeserhöhung zum Freiherrn von Schauen und erhielt sie von Kaiser Leopold I.

Damit war Schauen - ein Ort mit 50 Häusern und 200 Einwohnern - das kleinste, selbstständige Staatsgebilde im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Die „Regierung“ des Freistaates bestand aus einer Hand voll Beamter: Amtmann, Pfarrer, Schulmeister, zwei Bauernmeister und dem Förster. Und auch über eine handfeste Verteidigungsmacht, bestehend aus sechs Infanteristen soll der Freistaat verfügt haben. Otto Freiherr von Grote konnte sich seiner Herrschaft aber nicht lange erfreuen, denn bereits nach vier Jahren verstarb er 1693. Das tat dem Familienunternehmen „Freistaat Schauen“ allerdings keinen Abbruch. Insgesamt acht Reichsherren der Familie Grote kamen zu Regierungsehren.

Der letzte war Freiherr Georg Ernst Karl von Grote, der im Rahmen der Gründung des Königreichs Westfalen durch Napoleon im Jahr 1807 seine Hoheitsrechte verlor. Das Königreich Westfalen war nicht von langem Bestand, wie die Geschichte zeigt und 1815 wurde Schauen dann offiziell in das Königreich Preußen eingegliedert. Nach 126 Jahren war dies das Ende des Freistaates Schauen. Was aber den Einfluss dieser Familie Grote in dem kleinen Vorharzort nicht erheblich schmälerte. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Familie Grote dann 1945 aus Schauen vertrieben.

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Schauen

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2010

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