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10. Die sächsischen Ämter Sangerhausen und Salza

Mit dem sächsischen Bruderkrieg im Jahre 1446 begannen der Zerfall und die Teilung des ehemals mächtigen Kurfürstentums Sachsen. Mit der Leipziger Teilung im Jahre 1485, durch die Vereinbarung der Brüder Herzog Ernst und Albrecht von Sachsen, wurde die Teilung des Besitzes dann endgültig vollzogen. Damit entstanden die beiden Wettinischen Linien der Ernestiner und der Albertiner. Der ältere Bruder Ernst erhielt das Herzogtum Sachsen um Wittenberg herum, mit dem die Kurwürde verbunden war, dazu auch die thüringischen Gebiete und Gebiete in der Mark Meißen. Albert regierte als Herzog von Sachsen, den größeren Teil der meißnischen Gebiete mit den Städten Leipzig und Dresden.

Georg der Bärtige war der Sohn von Herzog Albrecht dem Beherzten und übernahm ab 1500 die Regierungsgeschäfte im albertinischen Sachsen vollständig. Zu seinem Herzogtum gehörten auch die herzoglich sächsischen Ämter Sangerhausen und Salza im südlichen Harzvorland.

Georg war ein entschiedener Gegner der Lehren von Jan Hus und Martin Luther. Im Jahr 1523 ließ er in seinem Land sämtliche Lutherbibeln konfiszieren. Im Juli 1525 schloss Georg sich mit verschiedenen norddeutschen, katholischen Fürsten im Dessauer Bund zusammen, um die Weiterverbreitung der lutherischen Lehren zu verhindern. Trotz all dieser Bemühungen konnte er nicht verhindern, dass die Reformation auch in sein Land eindrang. Zumal die ernestinische Linie seines Geschlechts Anhänger der Reformation war und sich von Wittenberg aus die Reformation verbreitete. Georgs Cousin, Kurfürst Friedrich III. von Sachsen, versteckte sogar Martin Luther auf der Wartburg.

Die Dörfer der beiden albertinischen Ämter hatten zwar sehr fruchtbare Böden, aber auch sie litten stark unter den Lasten der Grundherren. Es kann also nicht verwundern, dass die Bauern und auch Stadtbewohner sich schon früh an den Aufständen beteiligten. Doch in beiden Ämtern konnte anscheinend die Amtshauptleute längere Zeit ihre Autorität wahren. Dieser Umstand veranlasste Herzog Georg Sangerhausen als Standort für seine anmarschierenden Truppen auszuwählen. Auch wollte er gleichzeitig die Aufständischen im Amt unterwerfen bzw. die Bauern davon abhalten an den Aufständen mit zu wirken. Anfang Mai 1525 soll der Herzog eine Warnung erhalten haben, dass sich auch die Stadtbevölkerung mit den Aufständischen zu verbünden schien. Daher verlegte er vorsichtshalber seinen Anmarschweg.

Um den 10. Mai richtete die „ganze Gemeinde“ an den Amtshauptmann Melchior von Kutzleben einen Beschwerdebrief, der wohl an den Herzog weitergeleitet werden sollte. Nach einem Treuebekenntnis an den Herzog wurden folgende Bedingungen gestellt:
1. Wahl evangelischer Pfarrer durch die Gemeinde. Die Pfarrer sollten gleiche Rechte und Pflichten haben wie alle Bürger der Stadt.
2. Einrichtung ordentlicher Schulen
3. Zehnt in gleicher Höhe wie bisher, in guten wie schlechten Jahren
4. Kein Sondertor durch die Stadtmauer für den Hauptmann
5. Freie Viehweide im Wald
6. Freie Jagd auf Niederwild
7. Freie Holznutzung am Hohenberge
8. Von Geistlichen erschlichene Testamente werden nicht geduldet
9. Abschaffung der Ziese (Verbrauchersteuer)
10. Verhaftungen dürfen nur vom Rat der Stadt und nicht vom Amtshauptmann vorgenommen werden

Eine Antwort auf diesen Beschwerdebrief haben die Sangerhäuser nicht mehr erhalten. Wie es in den Quellen heißt, sollen etwa 1500 Bauern aus dem Amt Sangerhausen an der Schlacht bei Frankenhausen teilgenommen haben.

Salza war eine Stadt mit Amt nahe Nordhausen, heute ist es ein Stadtteil von Nordhausen. Eine fragwürdige Rolle während des Bauernkriegs hat anscheinend der Salzaer Amtshauptmann Sittich von Berlepsch gespielt. Dieser scheint anfangs mit den Aufständischen paktiert zu haben. Die herzogliche Verwaltung sah ihn sogar als Anführer der Bauern und Vertrauten Müntzers. Um den 10. Mai 1525 wurde er mit einigen Begleitern bei Heldrungen gefangen genommen. Berlepsch gab daraufhin an, mit seiner Abordnung dem Herzog nur ein Treuebekenntnis geben zu wollen, neue Nachrichten zu überbringen und dem Herzog im Kampf zur Seite stehen zu wollen, was ihm anscheinend geglaubt wurde. In Wirklichkeit wird er wohl, sich des Anrückens des Fürstenheeres bewusst, nur die Seite gewechselt haben.

Weitere Informationen: Thomas Müntzer,
Panoramamuseum Bad Frankenhausen

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> 9. Die Grafschaft Mansfeld im Bauernkrieg
> 10. Die sächsischen Ämter Sangerhausen und Salza
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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2013

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