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16. Die Grafschaft Blankenburg im Bauernkrieg

Über die Burg Reinstein (Regenstein) gibt es zahlreiche Sagen und Legenden. Unter Karl dem Großen traten die Regensteiner in den Blickpunkt der Geschichte und wurden Bestandteil des Frankenreiches.

Die Burg Blankenburg wird 1123 als Besitz des Herzogs von Sachsen bezeugt. Zu dieser Zeit war Grafschaft und Schloss im Lehen des Geschlechts der Süpplingenburger. Sachsenherzog Lothar setzte Poppo, einen Neffen des Halberstädter Bischofs Reinhard, als Gaugrafen auf die Blankenburg. Die Siedlung Blankenburg, die wohl älter als die Burg ist, lag angeschmiegt, in Kaskaden errichtet, am Burgberg. Der Sohn des Grafen Poppo von Blankenburg, Konrad, begründete im Jahr 1167 das Geschlecht der Regensteiner, das sich damals Reinstein nannte. Nach Sturz Heinrichs des Löwen wurden die Grafen Vasallen des Hochstifts Halberstadt. In der Folge war die Lehnsherrschaft unklar zwischen dem Hochstift Halberstadt und den Welfen.

Durch Erbteilung wurde von der Grafschaft Blankenburg im 13. Jahrhundert ein Teil als Grafschaft Regenstein abgetrennt. Im 13. und 14. Jahrhundert war das Gebiet zeitweise auf die drei Linien Blankenburg, Regenstein und Heimburg verteilt. In der Mitte des 14. Jahrhunderts erfolgte die Wiedervereinigung in der Linie Heimburg. Den Grafen gelang es aber nicht, sich aus der Lehnsabhängigkeit von Halberstadt und Braunschweig zu lösen; außerdem bestanden Lehnsabhängigkeiten zum Stift Gandersheim und Quedlinburg.

Diese Konstellation war auch im Jahr 1525 nicht anders. Zudem waren die Blankenburger Grafen seit langer Zeit erheblich verschuldet, was zu einer überdurchschnittlichen Belastung der Bevölkerung führte. Die gemeinsam regierenden Brüder Jobst, Ulrich und Bernhard versuchten daher Ausbrüchen der Unzufriedenheit zuvorzukommen. Sie suchten die Bevölkerung in Ihren Dörfern auf, nahmen Beschwerden entgegen und versprachen Abhilfe bei übermäßigen Belastungen. Die Grafen sollen auch Drohungen gegen Störer der Ordnung ausgesprochen haben.

Aber Müntzers Lehren waren bis in diese Grafschaft gedrungen und mehrere Dörfer verweigerten den Frondienst. Es bildeten sich Bauernhaufen, die unter anderem einige Kirchen, das Kloster Wendhusen in Thale, das Katharinenkloster in Neinstedt sowie das Vorwerk in Westerhausen ausplünderten. Auch die Stadt Blankenburg wurde von dem Haufen nicht verschont. Die Aufständischen plünderten wohlhabende Bürgerhäuser sowie das Bartholomäi-Kloster, welches schon von den Mönchen verlassen war. Das Zisterzeineser-Kloster Michaelstein wurde am selben Tag überfallen, auch dort hatten die Mönche die Klosterschätze schon in Sicherheit gebracht. Ihre Wut veranlasste die Aufständischen die Inneneinrichtung des Klosters zu zerschlagen. Sie glaubten zu wissen wo Klosterschätze zu finden seien – auf der Heimburg. Die war damals nur noch schwach besetzt, was dem Haufen wohl Mut machte. Er verlangte vom Burghauptmann Einlass, um die Burg zu durchsuchen. Der aber lehnte dieses Ansinnen ab.

Überliefert ist folgender Dialog zwischen dem Führer des Haufens und dem Hauptmann. Der Haufenführer sagte: „ Siehe, es stehen viele Bäume in des Grafen Gebiet; aber der Streiter Gottes gegen euch Gezüchte sind mehr als der Bäume im Harz!“ Darauf soll der Burghauptmann erwidert haben:“ Mann, wenn euer mehr sind als Bäume im Harz, so werden unsere gnädigen Herren immer zween von euch an einen Baum hängen lassen.“ Erbittert verschafften sie die Bauern dann gewaltsam Zugang zur Burg, die kleine Burgbesatzung konnte sie nicht stoppen. Sie durchsuchten alle Räume der gesamten Burg, aber sie fanden weder Schätze noch Mönche und auch die Burgbesatzung war geflohen.

In den Gebirgsorten der Grafschaft blieb es nicht friedlich. Zunächst entsandten die Grafen Reisige in die Gebirgsdörfer. Die konnten den zornigen Haufen, der sich aus Bauern und Bergarbeitern gebildet hatte, nichts entgegen setzen, zum Teil sollen die gräflichen Truppen sogar zu den Aufständischen übergelaufen sein. Die Förster wurden verjagt, die Hüttenmeister wurden ihres Eigentums verlustig und der Hasselfelder Amtshauptmann konnte nur durch Fürbitte seiner Frau dem Tode entkommen. Auf Ihrem Wege nach Frankenhausen wollte ein „Schwarzer Haufen“, der aus den Anhaltisch-Blankenburgischen Grenzorten stammen sollte, das Schloss Stiege stürmen, das Sitz der Grafenmutter war. Wie es heißt, wurde der Haufen von den Bewohnern Stieges aufgehalten. Dann kamen Graf Ulrich, einige Edelleute und begleitende Landsknechte hinzu und vertrieben den Bauernhaufen. Sie sollen ihn bis nach Allrode verfolgt haben, wo es zu schweren Kämpfen kam und ein großer Teil der Häuser in Flammen aufging.

Die Aktionen der Bauern in dieser Grafschaft verzettelten sich in Einzelaktionen, zu gemeinschaftlichem Handeln waren die Bauern nicht in der Lage.

Weitere Informationen: Thomas Müntzer, Burg Regenstein

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> 7. Die Rolle der Kirche im Bauenrkrieg
> 8. Harzer Klöster im Bauernkrieg
> 9. Die Grafschaft Mansfeld im Bauernkrieg
> 10. Die sächsischen Ämter Sangerhausen und Salza
> 11. Die Grafschaft Stolberg im Bauernkrieg
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> 15. Die Herrschaft Wernigerode im Bauernkrieg
> 16. Die Grafschaft Blankenburg im Bauernkrieg
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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2013

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